Eröffung
An der Stelle ihres früheren Winterhafens begann die Stadt Frankfurt den Sicherheits- und Handelshafen, dessen Hafenbecken 560 m lang und 75 m breit werden sollte, zu bauen.
Auf dem 560 m Langen und etwa 35 m breiten Geländestreifen zwischen der niedrigen Ufermauer des Hafenbeckens und dem Main, Insel genannt, ist zunächst nur direkte Umschlag von Schiff auf Bahn oder Pferdegespann bzw. die Lagerung von Massengütern vorgesehen. Die städtischen Baumeister hatten zur Inbetriebnahme des Hafens zunächst die Kaianlagen, die Gleisanlagen, das Druckwasserwerk, die Kräne und die beiden Lagerhallen (Bodenspeicher, Werfthalle) fertig gestellt. Alle übrigen Gebäude sind nach den Einweihungsfeierlichkeiten am 16.10.1886 hinzu gebaut worden. Das Mainprojekt war das erste Unternehmen dieser Art und dieses Umfangs zur Schiffbarmachung eines Flusses in Deutschland.
Nach Inbetriebnahme des neuen Hafens nahm auch die Belegung der Lagerhäuser stark zu. Die größte Zunahme verzeichnete der Getreideverkehr. Während unmittelbar nach Fertigstellung der Gebäude 1887/88 nur 1,900 Tonnen Getreide eingelagert waren, stieg der Anteil bis 1896/97 bereits auf 56.900 Tonnen. Mit vergleichsweise geringem Aufwand beförderten die Lagerbetreiber Getreide von Schiff über die Schiffselevatoren, Transportbänder und Hauselevatoren auf den Schüttboden und dort in die Silozellen. Übergang zur Gegenwart |
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